Frühling fürs Auge – und für die Bienen!

Gartentipp-Frühjahrsbild 2026

Auch in Hörbranz blüht es jetzt im Frühling wieder richtig auf. Viele bepflanzen jetzt ihre Gärten, Balkone oder Gräber. 

Doch beim Pflanzenkauf lohnt sich ein genauer Blick – denn nicht jede hübsche Blüte ist auch gut für die Natur.

Viele gezüchtete Pflanzen mit gefüllten Blüten sehen zwar prächtig aus, sind für unsere Bestäuber wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge aber leider völlig nutzlos. 

In den üppigen Blütenblättern finden Insekten keinerlei Nahrung – da der Nektar oder Pollen schlichtweg weggezüchtet wurde. Für die Natur sind solche Pflanzen also genauso hilfreich wie ein Plastikblumenstrauß.

Für Insekten kaum nützlich sind beispielsweise:

  • Gefüllte Rosen, Dahlien, Chrysanthemen oder Geranien
  • Hochgezüchtete Stiefmütterchen, Petunien oder Begonien
  • Stark gezüchtete Sorten ohne Duft und ohne erkennbare Staubgefäße

Echte Insektenmagnete sind einfache, ungefüllte und möglichst heimische Arten. Sie bieten reichlich Nektar und Pollen – und machen den Garten zu einem lebendigen Treffpunkt für unsere heimischen Bestäuber.

Besonders beliebt bei Bienen & Co. sind:

  • Frühblüher wie Krokus, Blaustern oder Lungenkraut
  • Sommerblumen wie Kornblume, Flockenblume, Wiesen-Salbei oder Margerite
  • Kräuter wie Thymian, Oregano, Schnittlauch, Salbei oder Lavendel

Torffreie Erde – gut fürs Klima und die Natur

Beim Frühjahrsstart im Garten braucht man oft neue Blumenerde. Achte dabei unbedingt darauf, dass keine torfhaltige Erde in den Einkaufswagen wandert! Torf wird aus Mooren gewonnen – das zerstört wertvolle Lebensräume und setzt große Mengen CO2 frei. 

Torffreie Erde besteht aus nachwachsenden Rohstoffen wie Kompost, Holzfasern oder Kokosfasern und schont Umwelt und Klima gleichermaßen.

Weniger Mähen – mehr Leben im Garten

Auch der Rasen darf einmal durchatmen! Wer nicht immer die gesamte Fläche mäht, sondern einige Bereiche stehen lässt oder nur jedes zweite oder dritte Mal schneidet, schenkt der Natur wertvolle Rückzugsorte. 

Dort können Wildblumen wie Gänseblümchen oder der kriechende Günsel blühen – wichtige Futterquellen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Schon kleine „Wieseninseln“ im Garten oder am Rand des Rasens können zum Lebensraum für Schmetterlinge, Heuschrecken und zahlreiche nützliche Insekten werden.


Unter www.nabu.de (Naturschutzbund Deutschland) findet ihr weitere wertvolle Tipps für alle Gartentypen.

Wer also in diesem Frühjahr pflanzt, sät und gärtnert, kann mit einfachen Entscheidungen viel bewirken – für eine bunte, summende und nachhaltige Gartenwelt.


  • Veröffentlicht: 08. April 2026
  • Autor: Thomas Filler
  • Quelle: Landwirtschafts-/Umweltausschuss