Die ifs Wohngemeinschaft Hörbranz bietet seit April 2023 bis zu 20 unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten ein Zuhause auf Zeit.
Das Jahr 2025 war geprägt von Stabilität, Entwicklung und gelungenen Integrationsschritten. Insgesamt 13 Jugendliche konnten im Laufe des Jahres erfolgreich in ein selbständiges Leben entlassen werden.
Alltagskompetenzen
Im Mittelpunkt stehen eine geregelte Tagesstruktur, der Erwerb der deutschen Sprache und das Erlernen von Alltagskompetenzen. Dabei werden die Jugendlichen rund um die Uhr von ausgebildetem Fachpersonal unterstützt und betreut.
Sie bereiten sich auf den Pflichtschulabschluss vor, engagieren sich in Vereinen und sammeln erste berufliche Erfahrungen. „Unser Ziel ist es, den jungen Menschen Sicherheit zu geben und sie Schritt für Schritt in ein eigenständiges Leben zu begleiten“, betont Leiterin Selina Florian.
Sport als Brücke in die Gesellschaft
Ein Highlight war die Teilnahme an einem österreichweiten Sportprojekt der „asylkoordination österreich“, gefördert vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Neben Lauftrainings und Schwimmkursen wurden gemeinsam Fahrräder instandgesetzt.
Höhepunkt war die Teilnahme am „Lebenslauf“ in Wien, bei dem die Jugendlichen erfolgreiche Platzierungen erreichten. „Solche Projekte stärken das Selbstvertrauen und zeigen, was in den Jugendlichen steckt. Das sind unbezahlbare Erfolge“, so Florian.

Einblicke für Politik und Verwaltung
Im Rahmen zweier Termine konnten VertreterInnen von Gemeinde, Bezirkshauptmannschaft und Land Einblicke in die Arbeit der WG gewinnen.
Landesrat Daniel Allgäuer, Landesrätin Barbara Schöbi-Fink, Bezirkshauptmann Herbert Burtscher (Bezirk Feldkirch), Bürgermeister Andreas Kresser und Vizebürgermeister Stefan Fischnaller nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über die Arbeit in der WG zu informieren.
Bei Hausführungen berichteten die Jugendlichen selbst von ihrem Alltag in Vorarlberg. Kulinarisch abgerundet wurden die Besuche mit Spezialitäten aus der syrischen Küche.